Modernes Softwaredesign für Unternehmen: Event-Driven Architecture (EDA) praxisnah erleben im Microservice Dungeon

Person sitzt vor Whiteboard mit Konzept für Event-Driven Architecture

Eine Situation aus dem Unternehmensalltag, die viele kennen:

Ein Kunde bestellt online ein Produkt. Innerhalb weniger Sekunden wird im Warenlager eine Meldung dazu angezeigt und gleichzeitig werden Rechnungen erstellt oder der Bestand aktualisiert.

Was hinter solchen alltäglichen Unternehmensprozessen steckt?
Komplexe Softwarearchitektur-Systeme die auf der Event-Driven Architecture (EDA) basieren. Obwohl EDA immer stärker in Unternehmensprozessen verankert ist, fehlt vielen Softwareentwicklern eine sichere Umgebung, diese Architektur praxisnah zu erleben und auszutesten. Wie unser Projekt “Microservice Dungeon” dabei unterstützen kann, erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist Event-Driven Architecture?

Grundsätzlich ist Event-Driven Architecture Grundlage dafür, dass Prozesse automatisiert, schnell und zuverlässig funktionieren – besonders, wenn viele Systeme zusammenarbeiten müssen.

Die eventgetriebene Architektur ist ein Softwaredesign-Ansatz, der sich um Ereignisse dreht, die als Event in einem System veröffentlicht werden, wodurch andere Systeme auf diese reagieren können. Die einzelnen Systemkomponenten kommunizieren somit über diese Events miteinander. Hier ein Beispiel: Ein Warenlagersystem kann durch die Nutzung von Event-Driven Architecture auf das Erscheinen eines Bestell-Events reagieren und die nächsten Unternehmensprozesse einleiten.

Ein Event selbst hat dabei zwei zentrale Funktionen:

  1. Informieren, dass etwas passiert ist (Notification).

  2. Details zur Änderung liefern – also was, wie, warum und wann sich etwas verändert hat.

Wo EDA eingesetzt wird

Dieser Softwaredesign-Ansatz kommt in vielen mittelständischen und großen Unternehmen zum Einsatz. Vor allem im produzierenden Gewerbe, innerhalb der unternehmensinternen Logistik oder der Lieferkette sowie bei digitalen Prozessen, beispielsweise im E-Commerce.

Drei Personen sprechen über Event-Driven Architecture

Vor welchen Herausforderungen stehen Softwareentwickler bei der Nutzung von EDA?

Softwareentwickler oder -architekten kommen diese Schwierigkeiten oft bekannt vor:

  • Eventgetriebene Architekturen sind vor allem für Anfänger schwer zu durchdringen und sich einen ersten Überblick zu verschaffen, ist nicht leicht.

  • Verteilte Systeme & Eventstrukturen bringen hohe technische und organisatorische Komplexität mit sich.

  • Um sich mit EDA auseinanderzusetzen, fehlen in der Praxis sichere Lernräume, die groß genug sind für realitätsnahe Übungen.

Jannik Alexander

Durch die verteilte, asynchrone Natur von EDA ergibt sich eine Menge an Komplexität. Sowohl bei der Konzeption als auch im Betrieb von eventgetriebenen Systemen. Deswegen wollen wir eine Lernumgebung für Studenten und Professionals schaffen. Diese soll zentrale Konzepte von EDA vermitteln und dabei helfen, die Herausforderungen einschätzen und lösen zu können.

Das InnoFaktur-Projekt “Microservice Dungeon” - Die spielerische Sandbox für EDA

Wir kennen die Herausforderungen mit Event-Driven Architecture und wollen mit unserem Projekt eine Möglichkeit schaffen, dem entgegenzuwirken: Mit einer Lernumgebung, die die komplexen Strukturen von EDA in einer spielerischen, aber praxisnahen Welt erfahrbar macht.

Aufbau der Lernumgebung

In einem Weltraum-Setting agieren Roboter, die Ressourcen abbauen, verkaufen oder angreifen. Es gibt mehrere Microservices, die das Spiel steuern (Die Kern-Services) und Nutzer können ihren eigenen Service in der Lernumgebung implementieren, um so durch eventgetriebene Kommunikation vollständig automatisch am Spiel teilzunehmen. Die Nutzer programmieren eine „Schwarmintelligenz“ für ihre eigenen Roboter, welche sich im Weltraum gegen andere Schwärme durchsetzen sollen.

Vorkenntnisse im Softwarebereich sollten beim Anwender bestehen, denn:

Die Microservices, die das Spiel steuern, sind mithilfe von Java und Spring Boot entwickelt worden. Deshalb ist es von Vorteil, sowohl mit Sprache als auch Framework vertraut zu sein. Für sehr erfahrene Entwickler besteht aber auch die Möglichkeit, den Lieblings-Techstack zu verwenden, sofern dieser mit der Eventdateninfrastruktur Apache Kafka kompatibel ist.

Wieso du mehr zu unserem Projekt erfahren solltest

Im Microservice Dungeon erwartet dich eine produktionsähnliche Sandbox, die echte Unternehmenssituationen nachbildet. Du hast hier die Möglichkeit zu erleben, wie verteilte, eventgetriebene Systeme im Betrieb funktionieren und kannst direkten Mehrwert für dich mitnehmen, denn:

  • EDA-Konzepte sind hier nicht nur theoretisch, sondern realitätsnah erlebbar.

  • Moderne Entwicklungstools werden demonstriert, wie beispielsweise CI/CD (Continuous Integration & Deployment).

  • Hier können Architekturmuster validiert werden und das alles in einer Welt, in der du nichts „kaputtmachen“ kannst.

Mehr erfahren – Exklusive Inhalte für unsere Mitglieder

Du interessierst dich für eventgetriebene Architektur und du gehörst zu einem unserer Mitgliedunternehmen? Dann kontaktiere unseren Mitarbeiter Jannik und tausche dich mit ihm über unser Projekt “Microservice Dungeon” aus!

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