Bessere Zusammenarbeit in hybriden Meetings: Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt
- InnoHub
- Track: Mensch und Technik

Hybride Meetings: Jeder war schon Teil davon, doch modern und effektiv fühlen sie sich für die Teilnehmenden häufig nicht an. Während die einen vor Ort produktiv mit verschiedenen Materialien arbeiten können, sitzen die anderen vor ihrem Bildschirm und hoffen, nichts Wichtiges zu verpassen und alles nachvollziehen zu können.
Durch den Einzug von künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt kann diesem Problem nun Abhilfe geschaffen werden. Dank der stillen Helferin, die im Hintergrund dafür sorgt, dass alle Teilnehmenden auch tatsächlich gleichgestellte Mitglieder des Meetings sein können.
Dieser Möglichkeit gehen wir in unserem Track Mensch und Technik nach und entwickeln ein System, das hybride Meetings durch die Unterstützung von künstlicher Intelligenz auf eine neue Ebene hebt.
Warum ein hybrides Meeting oft scheitert: Die typischen Hindernisse
Wer kennt diese Situation nicht? Neben den technischen Störungen, die hybride Meetings mit sich bringen können, fühlen sich Online-Teilnehmende weniger gehört oder sogar ausgeschlossen. Die Teilnehmenden vor Ort haben einen besseren Zugang zu den genutzten Meeting-Objekten – wie beispielsweise Flipcharts – wodurch die Gesprächsdynamik in den physischen Raum verschoben wird.
Die Hürden bei hybriden Meetings sind also vielfältig und bedingen sich zudem gegenseitig. Folgende sind jedoch die häufigsten Problemfelder:
- Technische Störungen
- Medienbrüche zwischen analog & digital
- Gefühl der Exklusion
- Eingeschränkte Sichtbarkeit von analogen Objekten
- Ungleichgewicht in der Kommunikation
KI im hybriden Meeting - zuhören, erkennen und automatisch reagieren
Wie kann künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt für inklusivere Zusammenarbeit sorgen? Dieser Frage geht Simon Schulte in der InnoFaktur nach und möchte mit seinem Projekt genau an den zentralen Problemstellungen ansetzen.
Das Ziel des Projektes ist ein KI-System, das analoge Arbeitsmittel automatisch in den digitalen Raum überträgt, ohne manuellen Arbeitsaufwand der Meeting Teilnehmenden. Der physische und digitale Raum werden möglichst nahtlos miteinander verbunden, um die Nutzererfahrung im hybriden Meeting zu verbessern.
Die technische Basis des Projekts:
Objekterkennung mit KI, wodurch verschiedene Meeting-Objekte im Raum automatisch erkannt werden.
Einsatz einer PTZ-Kamera, mit ferngesteuerter Richtungs- und Zoomsteuerung, die sich auf relevante Inhalte richtet.
Mithilfe von KI-basierter Spracherkennung und Triggerwörter erkennt das System Gesprächsinhalte und kann auf diese reagieren.
Das Besondere: Die KI arbeitet ohne manuelle Bedienung im Hintergrund und integriert sich fast unsichtbar in das Meetingerlebnis.

Use-Case – Wie Online-Teilnehmende besser integriert werden:
Eine Situation aus dem Arbeitsalltag: Ein Projektteam trifft sich zu einem hybriden Meeting und der Projektleitende schreibt die Inhalte an ein Whiteboard. Aufgrund des parallel geführten Gesprächs, erkennt das KI-Sprachmodell, welches Objekt im Raum aktuell im Fokus des Meetings steht – und die Kamera überträgt das Whiteboard ohne Unterbrechung in den digitalen Raum für alle Remote-Teilnehmenden.
Was das Projekt für Unternehmen bedeutet:
Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt ist nicht nur ein Trend. Sie löst reale Probleme und erleichtert die Umsetzung hybrider Arbeitsmodelle, durch:
- Mehr Gleichwertigkeit
Alle Teilnehmenden, ob vor Ort oder remote, sind gleichermaßen im Meeting integriert. - Besserer Sichtbarkeit
Analoge Inhalte werden automatisch und in Echtzeit digitalisiert und geteilt. - Geringere kognitive Belastung
Die Technik arbeitet im Hintergrund und erfordert kein manuelles Eingreifen. - Strukturiertere Meetingabläufe
Kamera und KI sorgen für fokussierte Meetings ohne Unterbrechungen durch die Technik.

In den Gesprächen mit unseren Mitgliedsunternehmen haben sich ähnliche Problemstellungen bei hybriden Meetings herausgestellt. In unserem Projekt setzen wir daher den Fokus darauf, die hybride Zusammenarbeit in Unternehmen zu erleichtern und alle Teilnehmenden - sowohl vor Ort als auch remote - gleichwertig in Meetings einzubringen.
Simon Schulte | Wissenschaftlicher Mitarbeiter
KI - der nächste Schritt für hybride Meetings
Das InnoFaktur-Projekt zeigt ganz deutlich, dass künstliche Intelligenz hybride Meetings grundlegend verbessern kann. Indem sie analoge Inhalte automatisch erkennt, digitalisiert und in Echtzeit teilt, schafft sie echte Gleichwertigkeit zwischen Remote- und Vor-Ort-Teilnehmenden. Medienbrüche werden reduziert, die Moderation entlastet und der Zugang zu Informationen ist für alle sofort verfügbar.
Der entwickelte Prototyp im Rahmen des Projektes ist die Basis für die weitere Entwicklung des KI-Einsatzes in hybriden Meetings. Zukünftig wird die Spracherkennung des Systems noch kontextsensitiver reagieren, sich einfach in bestehende Meetinglösungen integrieren lassen und noch weitere Objekte für Online-Teilnehmende zugänglich machen.
Hybride Meetings werden Teil des Arbeitsalltags bleiben und brauchen künstliche Intelligenz, um Technik nicht als Hemmschwelle zu sehen, sondern als Unterstützer für effektive Zusammenarbeit.
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